Marktüberblick

ChatGPT, Claude, Perplexity, Gemini: Welche KI-Systeme zählen?

Von Hans Gülker · Zuletzt aktualisiert: 28. August 2026 · ca. 6 Min. Lesezeit

Für die meisten Unternehmen sind vier Systeme relevant: ChatGPT, Claude, Perplexity und Gemini. Sie funktionieren technisch unterschiedlich – wer GEO ernst nimmt, sollte alle vier im Blick haben, nicht nur das bekannteste.

ChatGPT Meistgenutzt, Live-Websuche optional Claude Wachsend bei Recherche-Anfragen Perplexity Von Grund auf als Antwortmaschine gebaut Gemini Tief in Google- Suche integriert
Vier unterschiedliche Systeme mit gemeinsamen Grundprinzipien.

Die vier KI-Systeme im Überblick

ChatGPT (OpenAI)

Das mit Abstand bekannteste KI-Chat-System. Mit aktivierter Websuche kann es live im Internet recherchieren und Quellen zitieren, statt sich nur auf Trainingsdaten zu verlassen. Für viele Nutzer der erste Anlaufpunkt bei allgemeinen Fragen – und das in einer Größenordnung, die inzwischen etablierte Suchmaschinen-Dimensionen erreicht: über 900 Millionen wöchentliche Nutzer im Februar 2026.[1]

Claude (Anthropic)

Wird zunehmend auch für Recherche- und Entscheidungsfragen genutzt, kann ebenfalls live im Web suchen (Brave Search). Bekannt für ausführliche, gut strukturierte Antworten – Content mit klarer Struktur wird hier tendenziell bevorzugt verarbeitet. Anthropic veröffentlicht keine offizielle Nutzerzahl für den Consumer-Bereich, meldet aber im Business-Bereich über 300.000 Geschäftskunden mit rund 7-fachem Wachstum bei Großkunden im Jahresvergleich.[2]

Perplexity

Von Grund auf als Antwortmaschine mit Quellenangaben konzipiert – jede Antwort kommt standardmäßig mit sichtbaren Links zu den verwendeten Quellen. Für viele Nutzer die erste Wahl speziell für Recherche-Aufgaben. Zu einer offiziell bestätigten, aktuellen Nutzerzahl gibt es keine verlässliche Primärquelle – zuletzt öffentlich belegt hatte CEO Aravind Srinivas im Juni 2025 rund 780 Millionen Suchanfragen pro Monat genannt.[4] Deutlich kleiner als ChatGPT oder Gemini, aber mit dem am stärksten auf Zitate spezialisierten Nutzererlebnis der vier Systeme.

Gemini (Google)

Tief in die Google-Suche integriert, unter anderem über KI-Übersichten direkt in den Suchergebnissen. Wer hier gut abschneidet, profitiert oft zusätzlich von der Nähe zum klassischen Google-Index. Die eigenständige Gemini-App erreichte im August 2026 über 1 Milliarde monatliche Nutzer, Googles KI-Übersichten in der Suche selbst über 2,5 Milliarden monatliche Nutzer bereits im Mai 2026.[3]

Was das praktisch bedeutet

Prüfe deine wichtigsten Fragen in allen vier Systemen, nicht nur in einem. Es ist üblich, dass ein Unternehmen in einem System genannt wird und in einem anderen nicht – die Systeme greifen auf unterschiedliche Quellen zu und gewichten unterschiedlich.

Quellen

Hans Gülker

Über den Autor

Hans Gülker

Gründer von ki-gefunden-werden.de · KI-Sichtbarkeit für B2B-Dienstleister

Hans Gülker positioniert Berater, Coaches und Dienstleister mit hochpreisigen, erklärungsbedürftigen Angeboten in den Antworten von KI-Systemen. Sein Ziel: Wenn deine Kunden eine KI nach einem Anbieter fragen, fällt dein Name.

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